Häufig gestellte Fragen

Das Pfandkreditgeschäft ist in Deutschland seit 1961 durch die Pfandleiherverordnung (PfandlV) gesetzlich geregelt. Dieses Gesetz stellt sicher, dass sich Verpfänder und Pfandhaus in einem rechtlich abgesicherten Feld bewegen und als gleichberechtigte Partner agieren können. Das Pfandkreditgeschäft ist hierdurch sehr sicher.

  • Was versteht man unter Pfandleihe?

    Als Pfandleihe wird allgemein die Ausleihe von Bargeld gegen ein Faustpfand bezeichnet. Sie wird als genehmigungspflichtiges Gewerbe betrieben.

  • Was sind Leihhäuser / Pfandleihhäuser?

    Neben den staatlichen Leihhäusern gibt es auch eine Anzahl von privaten Anbietern. Die Credicore bewahrt die Pfandgegenstände ihrer Kunden in einem Hochsicherheitsbereich, welcher dem Bankenstandard entspricht, auf.

  • Was kann als Pfand hinterlegt werden?

    Als Pfand können Sie bei uns einen Gegenstand aus Ihrem Eigentum hinterlegen. Wichtig ist, dass er als Sicherheit für eine Forderung (Kredit) dienen kann und in mit dem von unseren Experten geschätzten Wert die Kreditsumme abdeckt. Unsere Pfandhäuser sind dabei spezialisiert auf die Beleihung von Diamanten, Gold, Uhren, Gold- und Brillantschmuck, Kunst, Boote/Yachten, Oldtimer und weitere mobile Güter wie z. B. Baumaschinen. Unterhaltungselektronik und Kleidung können wir nicht annehmen.

  • Was ist ein Pfandkredit?

    Der Pfandkredit stellt die älteste Form eines Darlehens dar. Pfandkredite werden von Pfandleihern und Pfandleihhäusern, die auch historisch gesehen eine sehr große Rolle bei der Entwicklung des heutigen Bankwesens darstellen, angeboten. Pfandleiher bzw. Pfandhäuser waren die erste Form einer Bank, aus der sich alle anderen Bankarten entwickelt haben. Der hauptsächliche Unterschied zu anderen Kreditarten liegt darin, dass der Darlehensnehmer kein Schuldverhältnis wie bei einem Kredit eingeht. Durch die Hinterlegung eines wertvollen Gegenstandes (Gold- oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen) erhält er den Pfandkredit. Es ist dem Darlehensnehmer dann selber überlassen, ob er seinen Gegenstand durch Rückzahlung des Kreditbetrages zuzüglich Zinsen und Gebühren wieder auslöst oder ob er auf diese Möglichkeit verzichtet. Verzichtet der Kreditnehmer auf die Auslösung des Gegenstandes, wird dieser öffentlich versteigert und wechselt in einer Auktion zum höchsten Gebot den Besitzer.

  • Wie läuft die Vergabe eines Pfandkredits ab?

    Die Vergabe des Pfandkredites verläuft im Gegensatz zu allen anderen Kreditarten sehr unbürokratisch und schnell. Auch Personen mit negativem Schufa-Eintrag erhalten, im Gegensatz zu allen anderen Krediten, die Möglichkeit, auf diese Art und Weise an Geld zu kommen, sofern sie einen wertvollen Gegenstand (z.B. Gold- oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen) besitzen.

  • Gibt es bei der Aufnahme des Pfandkredits eine Schufa-Prüfung?

    Nein, Sie erhalten unsere Pfandkredite ohne Anfragen bei der Schufa und direkt ausgezahlt.

  • Wie lang ist die Vertragsdauer des Pfandkredits?

    Grundsätzlich wird eine Vertragsdauer von drei Monaten vereinbart, diese Zeitspanne lässt sich allerdings auch verlängern. Sollte der Schuldner nicht bis zum festgelegten Termin sein erhaltenes Darlehen mit den bis dahin angefallenen Zinsen und Gebühren beglichen oder zur Verlängerung der Vertragslaufzeit die Zinsen und Gebühren bezahlt haben, so wird der verpfändete Gegenstand öffentlich versteigert (dies muss gesetzlich vor Ablauf des zehnten Monats geschehen).

  • Wie hoch sind die Zinsen und Gebühren auf Pfandkredite?

    Die Zinsen auf den Kredit betragen bei uns 1% Zinsen pro Monat zzgl. der Gebühren für Versicherungs- und Verwahrungskosten:

    Mtl. Gebühr / monthly fee Darlehenshöhe / Credit

    1,00 € bis 15,00 €

    1,50 € bis 30,00 €

    2,00 € bis 50,00 €

    2,50 € bis 100,00 €

    3,50 € bis 150,00 €

    4,50 € bis 200,00 €

    5,50 € bis 250,00 €

    6,50 € bis 300,00 €

    2,50 € je 100,00 € Darlehen ab 301,00 €

  • Wann wird das Pfandgut versteigert?

    Nach der Vertragslaufzeit von drei Monaten haben unsere Kunden noch einen weiteren Monat als Schonfrist, in dem sie ihr Pfandgut auslösen oder den Vertrag verlängern können. Verlängern sie ihren Vertrag, haben sie weitere drei Monate + einen Monat Schonfrist Zeit, um ihr Pfandgut auszulösen. Wurde das Pfandgut nach den maximal acht Monaten nicht ausgelöst, so muss es vom Kreditgeber veräußert werden. Der Gesetzgeber sieht dazu in der Pfandleiherverordnung vor, dass dies bis spätestens 7 Monate nach Ablauf des Pfandscheins, also zehn Monate nach Aufnahme des Pfandkredits zu geschehen hat.

    Wurde bei der Versteigerung ein höherer Betrag erreicht als das Darlehen mit Zinsen, mit der monatlichen Kostenvergütung und der anteiligen entstandenen Versteigerungs- und Auktionatorkosten, so erhält der Kunde die Differenz, genannt Überschuss. Ist es dem Pfandleiher oder dem Auktionator nicht gelungen, den Pfandgegenstand zu versteigern, so ist es dem Pfandleiher nun möglich, den Gegenstand zu verkaufen. Es ist nicht möglich, ein Pfand zu verkaufen, ohne dass es mindestens einmal bei einer Auktion aufgerufen wurde.

  • Was muss ich tun, wenn ich meinen Pfandschein verliere?

    Bitte kontaktieren Sie uns umgehend und teilen Sie es uns mit, wenn Sie Ihren Pfandschein verloren haben. Nur so können wir einen Vermerk machen, damit ein Unbefugter mit dem Pfandschein das Pfand nicht abholen kann. Sofern Sie Ihr Pfand in unserem Pfandleihhaus einlösen möchten, quittieren Sie den Erhalt des Pfandes auf einem Ersatzpfandschein.

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Wenn Sie Fragen haben oder eine ausführliche Beratung wünschen, geben Sie uns bitte hier zur Vorbereitung einige Informationen!

    Anrede
    • Frau
    • Herr
    • Divers